Vivid Money: Erfahrungen, Finanzierung, Cashback (Guide)

Vivid Money: Erfahrungen, Finanzierung, Cashback (Guide)

Vivid Money (oder auch oft einfach nur als Vivid bezeichnet) erfreut sich in letzter Zeit immer grĂ¶ĂŸer werdender Beliebtheit. Der Grund dafĂŒr ist auch relativ schnell gefunden: Vivid biete unterschiedlichste Finanzdienstleistungen, wie ein Girokonto, Wertpapierdepot, Kryptohandel, Cashback-Programm und einiges mehr in einer einzigen App an. Eine stylische Metallkarte zum Zahlen rundet das Gesamtpaket ab.

Doch wer oder was genau steckt hinter dem Anbieter? Wie verdient dieser sein Geld und wo genau liegen Vor- sowie Nachteile?

Ich selbst bin seit vielen Monaten Kunde bei Vivid* und möchte meine ehrliche Meinung in den kommenden Zeilen mit dir teilen. WĂ€hrend ich zunĂ€chst allgemein etwas zu dem Unternehmen berichte, geht ich anschließend zu meinem persönlichen Erfahrungsbericht ĂŒber. Zum Ende hin habe ich noch ein kleines FAQ angelegt, wo ich spezifische Fragen kurz und knapp erlĂ€utere.

Was ist Vivid Money und wer steckt dahinter?

Vivid wurde 2019 als deutsches Startup von Artem Yamanov und Alexander Emeshev gegrĂŒndet, ihres Zeichens zwei Manager der russischen Tinkoff Bank. Diese wiederum wurde 2006 gegrĂŒndet und versteht sich als reine Digitalbank (Neobank), besitzt demzufolge keine physische Filiale.

An den Start ging Vivid Money im Juni 2021 in Deutschland und sieht sich seitdem als Angreifer fĂŒr andere große Neobanken wie N26 oder Revolut. HierfĂŒr greift, wie vergleichbare Neobanken, das Unternehmen auf die Banklizenz sowie die Infrastruktur der Solarisbank zurĂŒck. In puncto Kartennutzung kooperiert das Startup mit Visa.

Bei seiner Expansion geht das junge Unternehmen recht aggressiv vor und möchte sich mit interessanten Features, wie beispielsweise dem Cashback-System „Rewards“ von der Konkurrenz abheben. RegelmĂ€ĂŸig wird die hauseigene App mit neue Funktionen versorgt, sodass sich Vivid zu einer eierlegenden Wollmilchsau in der Finanzwelt entwickelt – oder es zumindest versucht.

Wie finanziert sich Vivid?

Zusammenfassend:

  • Investoren
  • Vivid Prime
  • Kooperationen des Cashback-Programms?
  • Payment-for-Orderflow (WertpapiergeschĂ€ft)?

Besonders zu Beginn ist das Unternehmen natĂŒrlich auf Geld von Kapitalgebern angewiesen. So sind bereits nach nicht einmal einem Jahr mehr als 100 Millionen Euro in das Fintech aus Berlin geflossen.

NatĂŒrlich reichen einmalige Investitionen nicht aus, um ein Unternehmen auf lange Sicht am Leben zu erhalten. Wiederkehrende Einnahmen sind der SchlĂŒssel. Hierzu zĂ€hlt u.a. das Vivid Prime-Abonnement. Dies kostet 9,90 Euro im Monat und bringt nur marginale Unterschiede mit sich. Otto Normalverbraucher kommen mit der kostenlosen Variante jedoch ohne Probleme aus.

Denkbar ist auch, dass das Fintech bei den Kooperationen des hauseigenen Cashback-Programms (Rewards) mitverdient. Sei es durch die entstehenden „Affiliate-Einnahmen“ als auch Festpreise, um Unternehmen prominenter zu platzieren. WĂ€hrend ersteres sehr wahrscheinlich ist, kann ĂŒber die zweite Vermutung nichts genaueres gesagt werden.

Ähnlich wie Trade Repulic und andere Neobroker, dĂŒrfte das berliner Startup bei der Vermittlung der KĂ€ufe und VerkĂ€ufe von Wertpapieren mitverdienen – dem sogenannten Payment-for-Orderflow.

Festzuhalten ist, dass es bei Startups in der ersten Zeit vor allem darum geht, Nutzer zu akquirieren und an Relevanz zu gewinnen. Geld verdient wird dann erst im zweiten Schritt.

Übersicht der Funktionen von Vivid Money

Vivid App Home - Screenshot
Der Startbildschirm der Vivid App

Die App kommt gleich mit einer Vielzahl an Funktionen daher und ist damit weit mehr, als ein reines Girokonto. Um dir den Einstieg zu erleichtern und einen ersten Überblick zu bieten, gehe ich im Folgenden auf die Hauptfunktionen etwas genauer ein.

Pockets

Diese Seite begrĂŒĂŸt dich beim Start der App und zeigt dir eine Übersicht all deiner Pockets. Diese Pockets sind Unterkonten, die sich in drei Arten gliedern:

  • Cash (Bankkonto mit eigenstĂ€ndiger IBAN)
  • Investments (Wertpapiere, KryptowĂ€hrungen, Edelmetalle)
  • Geteilt (Geteilte Unterkonten mit Freunden oder Familie)

Bis zu 15 dieser Pockets kannst du kostenlos erstellen und ganz nach deinen WĂŒnschen einrichten. Auch automatisierte VorgĂ€nge stehen in diesem Zusammenhang zur VerfĂŒgung. So kannst du bspw. zum Monatsanfang Geld auf die jeweiligen Unterkonten aufteilen und so deine Sparziele einfacher erreichen.

Investment

In der App hast du direkt die Möglichkeit in verschiedene Assets zu investieren. Darunter

  • Wertpapiere (Aktien, ETFs,
)
  • KryptowĂ€hrung
  • Edelmetalle

Dieser Punkt wird zum einen unter deinen Pockets angezeigt und erhĂ€lt darĂŒber hinaus einen eigenen Reiter. Der Kauf sowie Verkauf funktioniert dabei sehr intuitiv, wie du es von Neobrokern mittlerweile gewohnt bist.

Allerdings gibt es hier einiges zu beachten:

Beim Investment kooperiert die Vivid Invest GmbH mit der CM-Equity AG in MĂŒnchen, was vor allem in Hinblick auf die BruchstĂŒck-Aktienanteile interessant ist. FĂŒr diese BruchstĂŒcke kannst du als AktionĂ€r nĂ€mlich nicht eingetragen werden. Dies geht nur fĂŒr ein ganzzahliges Aktienvolumen. Die BruchstĂŒcke erwerben die Nutzer bei CM-Equity. Faktisch gehört dir also nicht das Aktien-BruchstĂŒck, sondern du handelst stattdessen mit einem OTC-Derivat (OTC = Over-the-Counter, außerbörslich gehandelt). Gleiches gilt fĂŒr gehandelte ETFs und SPACs bei Vivid.

Somit hĂ€ltst du hier kein Depot im klassischen Sinne, sondern agierst allein mit der CM-Equity AG als Gegenpartei. In Folge ist auch ein DepotĂŒbertrag zu einem anderen Anbieter (oder von einem anderen Anbieter weg) nicht möglich.

Die Gefahr dabei: Da du keine wirklichen Aktien hĂ€ltst, sondern lediglich mit der CM-Equity handelst, besteht ein zusĂ€tzliches Ausfallrisiko. Dazu heißt in den wesentlichen Anlegerinformationen:

CM-E ist die einzige Gegenpartei fĂŒr AnsprĂŒche aus den Teilanteile. Sollte CM-E nicht in der Lage sein, Auszahlungen vorzunehmen, können die Teilanteile nicht oder nicht vollstĂ€ndig verkauft werden. Es besteht das Risiko des teilweisen oder vollstĂ€ndigen Verlusts des Investments.

CM-E ist Mitglied in der EntschĂ€digungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Die EdW gewĂ€hrt Ihnen eine EntschĂ€digung, wenn CM-E nicht in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten aus WertpapiergeschĂ€ften zu erfĂŒllen. Der EntschĂ€digungsfall muss von der BaFin festgestellt worden sein. Ein EntschĂ€digungsanspruch besteht nur, soweit Gelder auf die WĂ€hrung eines EU-Mitgliedstaates oder auf Euro lauten und ist der Höhe nach auf 90% der Forderung bzw. höchstens EUR 20.000,00 beschrĂ€nkt.

Vivid Rewards (Cashback) erklÀrt

Vivid App Rewards Screenshot
Nur ein Teil des Rewards-Programms

Mit Rewards hat Vivid ein Cashback-Programm fĂŒr seine Kunden in der App integriert. Bei (so gut wie) jeder Zahlung gibt es einen kleinen Betrag zurĂŒck aufs Konto. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Cashback-Untergruppierung:

  • Free Deals
    Diese Deals sind fĂŒr alle Nutzer frei zugĂ€nglich, unabhĂ€ngig vom ausgewĂ€hlten Kontomodell.
  • Prime Deals
    FĂŒr diese Deals wird das Prime-Abonnement (9,99 Euro / Monat) benötigt. Auf die genauen Unterschiede zwischen kostenlos und Prime gehe ich etwas weiter unten ein.
  • Super Deals
    Um diese Deals zu erhalten, musst du Freunde fĂŒr das Konto anwerben. Mit einer Einladung einher gehen weitere Boni wie erhöhtes Cashback, Bonuszahlung und ab 5 Einladungen auch Vivid Prime.
  • Insta-Cashback
    Insta-Cashback ist der neuste Punkte unter Rewards. Aktuell gibt es vier wöchentlich wechselnde Cashback-Angebote wahrzunehmen, musst du den vorgegebenen Post auf Instagram oder Facebook veröffentlichen und fĂŒr 24 Stunden online lassen.

Bereits an diesen Kurzbeschreibungen ist zu erkennen, dass die wirklich interessanten Deals hinter der Prime-Mitgliedschaft versteckt sind oder zunĂ€chst ein Freund geworben werden muss. Die zuletzt hinzugefĂŒgten Insta-Cashbacks sind fĂŒr Free-Nutzer dabei noch am interessantesten. Mit den wechselnden Angeboten lĂ€sst sich an der ein oder anderen Stelle ordentlich sparen. Ich habe erst kĂŒrzlich bei einem Mode- sowie Marktplatz-Deal schön Cashback kassiert. Bevor du das nĂ€chste Mal also einkaufen gehst, wirf einen Blick in die App. Womöglich wartet doch ein interessanter Deal auf dich.

Du siehst: alles anfangs etwas undurchsichtig und verwirrend, was sich an weiteren Stellen der App beobachten lĂ€sst. Aber dafĂŒr ist dieser Beitrag ja da, um dir beim Start unter die Arme zu greifen 🙂

Und was passiert mit dem Cashback? Das erklÀre ich dir im nÀchsten Abschnitt.

Stock Rewards

Das zurĂŒckgeflossene Geld aus dem Rewards-Programm landet im sog. Stock Rewards. Dabei wird das Cashback in eine vorab bestimmte Aktie „angelegt“. Wirklich angelegt werden die KleinbetrĂ€ge natĂŒrlich nicht, du partizipierst lediglich an der Kursentwicklung der Aktie. Mehr zum Thema Investment habe ich dir bereits oben geschildert.

Großer Vorteil: Du rutscht mit deinem Stock Rewards aber keinesfalls ins Minus, sondern kannst lediglich gleich bleiben oder einen Gewinn erwirtschaften. Ein nettes Feature, wie ich finde.

Unterschiede Vivid und Vivid Prime (kostenlos vs. kostenpflichtig)

Gegen Ende der FunktionsĂŒbersicht möchte ich dir noch einmal die wichtigsten Unterschiede zwischen dem kostenlosen und dem Prime-Konto gegenĂŒberstellen.

StandardPrime
Allgemein0 € / Monat9,99 € / Monat
Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit:
bis zu 200 € im Monat
Kostenlose Bargeldabhebungen weltweit:
bis zu 1000 € im Monat
WĂ€hrungBis zu 40 WĂ€hrungen in versch. PocketsBis zu 106 WĂ€hrungen in versch. Pockets
WĂ€hrungsumtausch: bis zu 40 WĂ€hrungenWĂ€hrungsumtausch: bis zu 100 WĂ€hrungen
CashbackBis zu 20 € Cashback im Monat– Bis zu 100 € Cashback im Monat
– ZusĂ€tzliche Cashback-Angebote
– 3% Cashback auf alle EinkĂ€ufe in Restaurants & CafĂ©s
Krypto1 kostenloser Trade im Monat,
danach 1 % (mind. 0,79 €)
unbegrenzt kostenlose Trade
Karte– / –Kostenlose virtuelle Karte fĂŒrs Online-Shopping
PlastikkarteMetall- oder personalisierte Karte
1 Karte im Jahr kostenlos1 Karte alle 6 Monate kostenlos
Die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Standard- und Prime-Konto

Lohnenswert ist das Prime-Konto in meinen Augen dann, wenn du viel und verschieden kaufst sowie viel unterwegs bist. In diesem Fall könnte sich der Preis von 9,99 Euro im Monat schnell refinanzieren.

Sonstige Funktionen in der Übersicht

  • Apple Pay & Google Pay
  • Metallkarte möglich
  • Geld zu Kontakten senden und Rechnungen teilen
  • FinanzĂŒbersicht sowie deren Auswertung

Vivid Erfahrungsbericht – Gibt es eine Empfehlung?

Die Kurzfassung vorab: Insgesamt sind meine Erfahrungen mit Vivid positiv und aus meinen persönlichen Erlebnissen kann ich den Anbieter weiter empfehlen. Allerdings glÀnzt das Fintech nicht in jedem Bereich und das möchte ich in diesem sowie im nÀchsten Abschnitt noch einmal nÀher erlÀutern.

Wie von modernen Finanzanbietern gewohnt, verlĂ€uft die Anmeldung schnell und unkompliziert. Mit einer monotonen und genervt klingenden Stimmlage rast ein Mitarbeiter durch das Videoident-Verfahren und schon kann die Erkundungstour beginnen. Ich habe die kostenlose Metallkarte in meinem Prime-Probemonat mitgenommen und musste dafĂŒr direkt 200 Euro auf das Konto laden. Hat sich gelohnt, denn die Karte ist clean und recht schick 😉

Was direkt zu Beginn auffĂ€llt: Die App erschlĂ€gt einen anfangs mit den unterschiedlichen Funktionen und Reitern, die wiederum erneut unterteilt sind. Also war Eingewöhnung angesagt. Hier kommt es natĂŒrlich auch etwas darauf an, was man selbst sich von dem Konto verspricht und auf welche Funktionen wert gelegt wird. Ich war vor allem auf ein „Spaßkonto“ fĂŒr Onlinezahlungen (eBay, usw.) sowie das Rewards-Programm aus.

Um letzteres voll auszukosten, tĂ€tige ich folgerichtig seit Beginn so gut wie alle Zahlungen per Vivid. Hier kommt dann auch schnell ein deutsches Problem zum Vorschein, denn nicht ĂŒberall wird eine Visa-Karte akzeptiert. Liegt natĂŒrlich nicht am Anbieter, aber eine ErwĂ€hnung ist es durchaus wert.

Rewards lohnt sich natĂŒrlich erst dann, wenn auch die in der App genannten Anbieter aufgesucht werden. In 99 % der FĂ€lle fließt das Cashback auch zuverlĂ€ssig auf das Konto und vor allem durch ein Amazon-Angebot konnte ich einen netten Bonus kassieren. Meine Bestellungen bei Lieferando haben indes nicht funktioniert, hier gingen also einige Prozente flöten. Allerdings war mir hier auch die Zeit zu schade, um mich mit dem Support herumzuschlagen. Vielleicht klappt es bei den nĂ€chsten Bestellungen.

Ich handhabe es bei einigen Anschaffungen nun so, dass ich mir notiere, was ich auf kurze sowie mittlere Sicht benötige und prĂŒfe regelmĂ€ĂŸig, ob ich durch ein Angebot bei Vivid bei einer potentiellen Anschaffung sparen könnte. Kombiniere ich dies noch mit einem Gutschein oder anderen Rabattaktionen, steigt dementsprechend auch das Sparpotential.

Mit dem Rewards-Programm bin ich also insgesamt zufrieden, wenngleich es stellenweise Ă€rgerlich ist, dass die guten Deals nur Bezahlern vorenthalten sind. FĂŒr einige kann dies nach einer bestimmten Zeit eher entmutigten sein.

Was mir hingegen gut gefĂ€llt, ist die Analyse der Ausgaben. Diese ist unter dem Reiter „Transaktionen“ einzusehen und stellt grafisch dar, in welche Bereiche die Ausgaben geflossen sind. Eine Ausgabenanalyse ist sehr hilfreich, wenn das eigene Konsumverhalten reflektiert und optimiert werden soll. Die Ausgaben sind dabei in Kategorien unterteilt und lassen sich auch mit Hilfe eines Suchfelds zielgenau finden. Auch der gewĂŒnschte Analysezeitraum lĂ€sst sich bequem einstellen.

In diesem Zusammenhang sind auch die kostenlosen Pockets (Unterkonten) sehr hilfreich. Du möchtest bspw. fĂŒr einen Urlaub sparen? DafĂŒr kannst du einfach ein entsprechendes Unterkonto anlegen und einen festen Prozentsatz der ZuflĂŒsse auf dieses abzweigen. Automatisch Sparen ist doch immer am besten!

Die Investment-Sparte hat mich indes noch nicht allzu sehr gepackt. Die ErklĂ€rung hierfĂŒr findest du in der obigen Funktionsbeschreibung. Da greife ich lieber bei Wertpapieren auf (Neo-)Broker wie Trade Republic oder ING zurĂŒck.

Vivid: Vor- und Nachteile (Übersichtstabelle)

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile von Vivid aus meinem Erfahrungsbericht.

VorteileNachteile
– einfache und schnelle Anmeldung
– moderne App
– stetige Weiterentwicklung
– kostenlose Unterkonten mit eigener IBAN
– kostenlose Bargeldhebung weltweit
– Rewards-Programm im Ansatz
– optisch ansprechende Metallkarte
– Verbindung mit Apple Pay & Google Pay
– Aufbau der App zu Beginn unĂŒbersichtlich
– Genauer Funktionsumfang einzelner Punkte unĂŒbersichtlich
– Kein direkter Aktienhandel auf Börsen möglich
– Rewards-Programm kostenlos nur eingeschrĂ€nkt nutzbar
Vor- und Nachteile von Vivid Money

FAQ

Wo kann ich Geld abheben?

Mit deiner Vivid-Karte kannst du ĂŒberall kostenlos Geld abheben. Bedungen hierfĂŒr sind, dass du als Standard-Nutzer dein monatliches Limit von 200 Euro (bei Prime 1.000 Euro) nicht ĂŒberschreitest und mind. 50 Euro abhebst. Wenn du weniger abhebst oder das Limit ĂŒberschreitest , werden 3 Prozent GebĂŒhr, mind. jedoch 1 Euro fĂ€llig.

Bargeld einzahlen

Bargeld kann aktuell nicht direkt auf das Vivid-Konto eingezahlt werden. Jedoch gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um das Konto aufzuladen. Diese werden weiter unten aufgezÀhlt und erklÀrt.

Ist eine Anmeldung ohne SCHUFA möglich?

Allgemein ist eine Anmeldung bei Vivid ohne SCHUFA-PrĂŒfung und -DatenĂŒbermittlung möglich, da es sich um eine Art Prepaid-System ohne Dispo handelt. In EinzelfĂ€llen können Kontoinformationen jedoch weitergegeben werden. Der Anbieter schreibt selbst „Wir melden derzeit nichts an die SCHUFA.“ (Quelle)

Wie kann ich Vivid kĂŒndigen?

  1. Überweise dein sĂ€mtliches Guthaben auf ein anderes Konto
  2. Alle Pockets löschen
    (Pocket auswĂ€hlen -> Einstellungssymbol -> „Pocket löschen“)
  3. Alle Karten sperren und löschen

Sobald du das Main Pocket / Cash Pocket gelöscht hast, wird dein Konto geschlossen und du hast keinen Zugriff mehr auf die App. Je nachdem, wie weit die letzte Zahlung zurĂŒcklag, kann eine Schließung bis zu 45 Tage dauern.

Was bedeutet Vivid?

Vivid bedeutet unter anderem lebendig und lebhaft.

Vivid Geld abheben ohne Karte – Geht das?

Fintechs, die auf die Infrastruktur der Solarisbank zurĂŒckgreifen, können auch den Barzahlen-Service (jetzt Viafintech) in Anspruch nehmen. Somit lĂ€sst sich Geld an Supermarktkassen ein- und auszahlen. N26 nutzt bspw. diesen Service unter der Bezeichnung CASH26. Viafintech besitzt derzeit ĂŒber 20.000 Anlaufstellen fĂŒr ihren Service.

Ist Vivid sicher?

Ja. Zum einen ist die App technisch gesichert und zum anderen unterliegt sie, durch die Verantwortlichkeit der Solarisbank AG, der vorgegebenen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro.

Wie Geld auf Vivid Konto ĂŒberweisen / aufladen?

Folgende Wege stehen derzeit zur VerfĂŒgung, um Geld auf das Vivid-Konto zu ĂŒberweisen bzw. dieses aufzuladen:

  • Top-Up via Kreditkarte, Debit-Karte, Apple Pay, Google Pay (Sofortaufladung)
    Mindestbetrag 50 Euro, bei einem Limit von 200 Euro im Monat (1.000 Euro bei Prime-Kunden)
  • per SEPA-Überweisung
  • per verknĂŒpftem Bankkonto (via SafeConnect / Yapily)
  • per „Geld von Freunden anfordern“-Funktion

Vivid Freistellungsauftrag erteilen

In den Einstellungen gibt es derzeit keine Möglichkeit, ein Freistellungsauftrag bei Vivid einzurichten.

Vivid Negativzinsen / Minuszinsen / Verwahrentgelt

Negativzinsen, auch als Minuszinsen oder Verwahrentgelt bezeichnet, starten bei Vivid erst ab 250.00 Euro und betragen 0,5 Prozent p.a.

Vivid Zahlung fehlgeschlagen / storniert / abgelehnt

Wenn eine Zahlung bei Vivid fehlschlĂ€gt und storniert wird, liegt dies an einer der folgenden GrĂŒnde:

  • Überschreitung des Limits fĂŒr kontaktlose Zahlungen
    • Gesamtbetrag aufeinanderfolgender kontaktloser Zahlungen: 150 Euro
    • Höchstbetrag einzelne kontaktlose Zahlung: 50 Euro
    • Zum Reset der BetrĂ€ge einfach beim nĂ€chsten Kauf die Karte ins LesegerĂ€t stecken und die Transaktion mit der PIN bestĂ€tigen
  • Nicht ausreichend Guthaben im verknĂŒpften Pocket
  • Fehler des KartenlesegerĂ€ts
  • Vorherige Sperrung der Karte
  • BeschĂ€digte Karte
  • VISA-Karten werden nicht akzeptiert

Gibt es bei Vivid eine Einlagensicherung?

Ja, bei Vivid gibt es eine Einlagensicherung. Diese entsteht durch die Zusammenarbeit mit der Solarisbank und liegt bei 100.000 Euro.

Disclaimer:
Keine Anlageberatung bzw. Investitionsempfehlung. Informiere dich selbst, bevor du in entsprechende Finanzprodukte investierst.

2 Gedanken zu “Vivid Money: Erfahrungen, Finanzierung, Cashback (Guide)

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