ETF: Dein umfassender Leitfaden zum erfolgreichen Investieren

ETF: Dein umfassender Leitfaden zum erfolgreichen Investieren

Herzlichen Glückwunsch, du interessierst dich für das Thema ETF bzw. das Investieren allgemein und möchtest langfristig mehr aus deinem Geld machen!

Die genaue Motivation ist dabei zunächst einmal zweitrangig. Ich möchte beispielsweise mit ETF für mein Alter vorsorgen und gehe dafür einer angepassten Core Satellite-Strategie nach. Aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen, sondern um rein um das Thema ETF und worauf du alles achten musst, bevor du investierst.

Dafür gehen wir zu Beginn einmal die Basics durch, bevor ich dir einige Tipps und direkt eine Anleitung mitgebe, wie genau du in einen ETF investierst. Solltest bei dir Fragen aufkommen, stelle mir diese gerne unten in den Kommentaren. Am besten aber erst den Beitrag komplett durchlesen 🙂 Unten findest du bereits häufig gestellte Fragen, die dir womöglich weiterhelfen.

Und wie immer gilt: Keine Anlageberatung oder Investitionsempfehlung. Ich bereite lediglich Informationen auf und schildere meine Erfahrungen 🙂

Was ist ein ETF?

Ein ETF, oder Exchange Traded Fund, ist ein Anlagevehikel, das an der Börse gehandelt wird und eine Sammlung von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffen enthält. ETFs sind so konzipiert, dass sie die Wertentwicklung eines bestimmten Index oder Marktsektors nachbilden. Das bedeutet, wenn du in einen ETF investierst, erwirbst du Anteile an einem Fonds, der ein breites Portfolio von Vermögenswerten hält.

ETFs wurden in den frühen 1990er Jahren eingeführt und haben seitdem an Popularität gewonnen. Sie bieten Anlegern eine kostengünstige Möglichkeit, diversifiziert zu investieren und gleichzeitig die Flexibilität des Aktienhandels zu nutzen.

Wie funktioniert ein ETF?

Ein ETF funktioniert, indem er die Wertentwicklung eines bestimmten Index oder Marktsektors nachbildet. Um dies zu erreichen, kauft der ETF die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Index in der gleichen Gewichtung. Zum Beispiel wird ein ETF, der den S&P 500 Index nachbildet, Anteile aller 500 im Index enthaltenen Unternehmen halten.

Die Anteile eines ETFs können an der Börse gekauft und verkauft werden, ähnlich wie Aktien. Der Preis eines ETF-Anteils wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt und kann während des Handelstages schwanken. ETFs bieten damit eine hohe Flexibilität und Liquidität, was sie zu einer beliebten Wahl für viele Anleger macht.

Durch diese grundlegenden Informationen über ETFs hast du nun einen soliden Ausgangspunkt, um die weiteren Aspekte und Details dieser Anlageform zu verstehen. Lass uns nun tiefer in die einzelnen Kapiteln eintauchen, beginnend mit der Zusammensetzung der Namen von ETFs.

Wie setzt sich der Name eines ETFs zusammen?

Da du auf den Artikel geklickt hast, kamst du sehr wahrscheinlich schon einmal in Kontakt mit einem ETF. Die Namen wirken vielleicht beim ersten Mal etwas kryptisch und du verstehst nur Bahnhof.


Trade Republic USP
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Das ist kein Problem, wir gehen die Zusammensetzung der ETF-Bezeichnung Schritt für Schritt durch.

Der Name eines ETFs kann dir bereits viele Informationen über seine Anlagestrategie und den zugrunde liegenden Index oder Marktsektor geben. Hier sind die wichtigsten Elemente, die du in einem Namen finden kannst:

  1. Emittent: Der Name des Unternehmens, das den ETF herausgibt. Beispiele sind Vanguard, iShares (von BlackRock) und SPDR (von State Street Global Advisors).
  2. Index oder Strategie: Dies zeigt, welchen Index der ETF nachbildet oder welche Anlagestrategie verfolgt wird. Beispiele sind S&P 500, MSCI World oder FTSE 100.
  3. Geografische Ausrichtung: Einige ETFs spezifizieren die geografische Region, in die sie investieren. Beispiele sind „USA“, „Europa“ oder „Emerging Markets“.
  4. Sektor oder Branche: Manche ETFs konzentrieren sich auf bestimmte Sektoren wie Technologie, Gesundheitswesen oder Finanzen.
  5. Investmentstil: Einige ETFs geben den Investmentstil an, wie „Growth“, „Value“ oder „Dividende“.
  6. Regulatorische Merkmale: Richtlinien oder anderweitige Regulatorien, die den ETF betreffen.
  7. Anteilsklasse: Manche ETFs haben verschiedene Anteilsklassen, die sich z.B. in der Währungsabsicherung oder Ertragsverwendung unterscheiden (thesaurierend „Acc“ vs. ausschüttend „Dis“).

Und hier sind noch einige Beispiele:

  • Vanguard FTSE All-World UCITS ETF: Dieser ETF wird von Vanguard herausgegeben und bildet den FTSE All-World Index nach, der Aktien aus verschiedenen Regionen der Welt umfasst.
  • iShares MSCI Emerging Markets ETF: Ein ETF von iShares, der den MSCI Emerging Markets Index nachbildet und damit in Aktien aus Schwellenländern investiert.
  • SPDR S&P 500 ETF: Dieser ETF von SPDR bildet den S&P 500 Index nach und investiert in die 500 größten börsennotierten Unternehmen in den USA.
  • Xtrackers MSCI World Health Care Index UCITS ETF: Ein ETF von Xtrackers, der den MSCI World Health Care Index nachbildet und somit in den globalen Gesundheitssektor investiert.

Nehmen wir uns direkt einen der beliebtesten ETFs, den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF und gehen seine Bestandteile durch. Du wirst sehen, dass nicht immer zwingend alle möglichen Merkmale genannt werden:

  • Emittent: Vanguard
  • Index: FTSE
  • Geografische Ausrichtung: All-World (also die gesamte Welt)
  • Sektor / Branche: in diesem Fall nicht vorhanden
  • Investmentstil: in diesem Fall nicht vorhanden
  • Regulatorische Merkmale: UCITS (bestimmte EU-Richtlinie zum Schutz der Verbraucher)
  • Anteilsklasse: in diesem Fall nicht vorhanden bzw. es gibt Acc und Dis zur Auswahl

Was bei einem ETF beachten?

Du hast bis jetzt verstanden was ein Exchange Traded Fund ist und wie sich die Bezeichnung zusammensetzt. Im nächsten Abschnitt geht es um die wichtigen Merkmale, auf die du beim Kauf eines ETFs achten solltest.

Kosten & Gebühren

ETFs sind bekannt für ihre niedrigen Kosten im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds. Dennoch gibt es Unterschiede, die du beachten solltest:

  1. Total Expense Ratio (TER): Dies ist die Gesamtkostenquote eines ETFs, die alle Verwaltungsgebühren und Betriebskosten umfasst. Je niedriger die TER, desto weniger musst du an Gebühren zahlen, was sich positiv auf deine Rendite auswirkt.
  2. Handelskosten: Da ETFs an der Börse gehandelt werden, fallen beim Kauf und Verkauf Transaktionskosten an. Diese können je nach Broker und Handelsvolumen variieren. Achte auf die Gebührenstruktur deines Brokers.
  3. Spread: Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines ETF-Anteils. Ein enger Spread ist günstiger und ein Zeichen für hohe Liquidität.

Liquidität & Handelsvolumen

Die Liquidität eines ETFs ist ein entscheidender Faktor, der die Handelskosten und die Preisbildung beeinflusst:

  1. Handelsvolumen: Ein hohes tägliches Handelsvolumen bedeutet, dass viele Käufer und Verkäufer aktiv sind, was in der Regel zu engeren Spreads und geringeren Handelskosten führt.
  2. Marktmacher: ETFs mit hoher Liquidität haben oft mehrere Marktmacher, die für ausreichende Handelsvolumina und faire Preise sorgen.

Tracking Error

Der Tracking Error misst, wie genau ein ETF seinen zugrunde liegenden Index nachbildet. Bei den gängigsten Vertretern wird dieser Punkt nicht weiter beachtet, der Vollständigkeit halber möchte ich es aber dennoch erwähnen.

  1. Ursachen: Tracking Errors können durch Managementgebühren, Handelskosten und Cash-Positionen im ETF verursacht werden. Ein niedriger Tracking Error bedeutet, dass der ETF seinen Index sehr genau nachbildet.
  2. Wichtigkeit: Ein ETF mit einem niedrigen Tracking Error bietet eine bessere Nachbildung des Zielindex und somit eine genauere Performance-Reflexion.

Replikationsmethode

ETFs können den zugrunde liegenden Index auf verschiedene Weisen nachbilden:

  1. Physische Replikation: Der ETF kauft alle oder eine repräsentative Auswahl der Wertpapiere im Index. Dies ist die gebräuchlichste Methode und bietet eine sehr genaue Nachbildung.
  2. Synthetische Replikation: Der ETF nutzt Derivate, um die Indexperformance zu replizieren. Dies kann zu niedrigeren Kosten führen, birgt aber zusätzliche Risiken, wie Kontrahentenrisiken.
  3. Sampling: Bei Indizes mit sehr vielen Komponenten kann der ETF eine Auswahl von Wertpapieren kaufen, die den Index hinreichend genau repräsentieren. Dies reduziert die Handelskosten.

Steuerliche Aspekte

Die steuerliche Behandlung von ETFs kann je nach Land und individuellem Steuerstatus unterschiedlich sein:

  1. Dividendenbesteuerung: In vielen Ländern müssen Dividenden, die von ETFs ausgeschüttet werden, versteuert werden. Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden, was steuerliche Vorteile haben kann.
  2. Kapitalertragssteuer: Gewinne aus dem Verkauf von ETF-Anteilen unterliegen ebenfalls der Kapitalertragssteuer. Informiere dich über die geltenden Steuerregelungen in deinem Land und nutze gegebenenfalls Steuerfreibeträge und -vorteile.

Risiken

Wie bei jeder Investition gibt es auch bei ETFs Risiken:

  1. Marktrisiko: ETFs sind dem allgemeinen Marktrisiko ausgesetzt. Wenn der Markt fällt, wird auch der Wert des ETFs sinken.
  2. Liquiditätsrisiko: In Zeiten geringer Liquidität kann es schwierig sein, ETF-Anteile zu einem fairen Preis zu kaufen oder zu verkaufen.
  3. Spezifische Risiken: Abhängig vom zugrunde liegenden Index kann ein ETF spezifischen Risiken ausgesetzt sein, wie z.B. Währungsrisiken bei internationalen ETFs oder Branchenrisiken bei Sektor-ETFs.

Zusammensetzung

Im ersten Moment liest es sich gut, wenn ein ETF die gesamte Welt abdeckt. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung. Nehmen wir als Beispiel wieder unseren Vanguard FTSE All-World UCITS ETF. Dort verteilen sich die Top Länder, Sektoren und Unternehmen derzeit wie folgt:


Mein Cashback-Setup


 

  • USA 58,21 %
  • Japan 6,16 %
  • Großbritannien 3,25 %
  • Schweiz 2,45 %
  • Sonstige 29,93 %
  • Technologie 24,60 %
  • Finanzdienstleistungen 14,16 %
  • Nicht-Basiskonsumgüter 10,71 %
  • Gesundheitswesen 10,13 %
  • Sonstige 40,40 %
  • Microsoft Corp. 4,19%
  • Apple 3,35 %
  • NVIDIA Corp. 2,87 %
  • Amazon.com, Inc. 2,17 %
  • Meta Platforms 1,44 %
  • Alphabet, Inc. A 1,20 %
  • Alphabet, Inc. C 1,02 %
  • Eli Lilly & Co. 0,88 %
  • Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd. 0,77 %
  • JPMorgan Chase & Co. 0,77 %

Fast immer hat die USA einen sehr großen Anteil an der Zusammensetzung. Ist auch nicht weiter verwunderlich, immerhin sind sie die stärkste Wirtschaftsmacht. Möchtest du aber dennoch eine breitere Diversifikation haben, kannst du mit Einzeltiteln oder einen entsprechenden ETF gegensteuern.

Wichtig ist es bei allen Aspekten, dass du dich mit dem Investment wohlfühlst.

Welchen ETF kaufen?

Auf was du vor deinem ETF-Kauf achten solltest, habe ich dir detailliert aufgezeigt. Jetzt geht es darum, welcher ETF zu empfehlen ist.

Dabei möchte ich erneut darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Beitrag um keine Anlageberatung oder Investitionsempfehlung handelt. Ich schildere meine Erfahrungen und beschreibe, welche Anbieter bei Anlegern beliebt sind.

Überlegungen

Dafür ziehen wir unsere soeben beschriebenen Merkmale heran und wenden sie auf einen mögliches Investment an:

  1. Anlageziel und Strategie: Überlege dir, welches Ziel du mit deiner Investition verfolgst. Möchtest du langfristig Vermögen aufbauen, kurzfristig spekulieren oder ein bestimmtes Einkommen erzielen? Je nach Ziel können unterschiedliche ETFs sinnvoll sein.
  2. Index: Wähle einen ETF, der einen Index abbildet, der zu deiner Anlagestrategie passt. Beliebte Indizes sind der S&P 500, der MSCI World oder der FTSE 100. Jeder Index bietet eine andere Art von Marktexposure und Risikostreuung.
  3. Kosten: Achte auf die Gesamtkostenquote (TER) des ETFs. Niedrigere Kosten bedeuten höhere Nettorenditen. Vergleiche die Kosten verschiedener ETFs, die den gleichen Index abbilden.
  4. Liquidität: Wähle ETFs mit hohem Handelsvolumen und engeren Spreads, um sicherzustellen, dass du den ETF leicht kaufen und verkaufen kannst, ohne hohe Transaktionskosten zu zahlen.
  5. Tracking Error: Ein niedriger Tracking Error zeigt, dass der ETF seinen zugrunde liegenden Index genau nachbildet. Dies ist wichtig für die Genauigkeit der Performance.
  6. Replikationsmethode: Überlege, ob du einen physisch replizierenden ETF (der die tatsächlichen Wertpapiere hält) oder einen synthetisch replizierenden ETF (der Derivate verwendet) bevorzugst. Physisch replizierende ETFs sind oft transparenter und weniger risikoreich.
  7. Zusammensetzung: Ist der ETF weltweit diversifiziert und deckt verschiedene Sektoren ab? Wie sieht es mit den Anlageklassen aus?

Beliebte weltweit gestreute ETFs

Unter den Investierenden haben sich ein paar weltweit gestreute ETFs als besonders beliebt herausgestellt:

  • Vanguard FTSE All-World UCITS ETF
  • iShares Core MSCI World UCITS ETF
  • iShares MSCI ACWI UCITS ETF
Vanguard FTSE All-World Screenshot via justETF
Wichtige Kennzahlen des Vanguard FTSE All-World auf einen Blick (Screenshot via justETF.com)

Emerging Markets- & EU-ETF

Als Beimischung sind diese beliebt:

  • Xtrackers MSCI Emerging Markets UCITS ETF
  • Amundi Stoxx Europe 600 UCITS ETF

Die hier vorgestellten ETFs spiegeln nur einen Bruchteil der handelbaren Möglichkeiten wider. Wenn du in eine Nische oder detailliert zu bestimmten ETFs informieren möchtest, empfehle ich dir spezielle Seiten wie justETF.com, auf denen du gezielt suchen und dich informieren kannst.

Anleitung: So handelst (kaufen, besparen, verkaufen) du einen ETF

Genug Theorie, jetzt geht es ans Eingemachte. Du besitzt nun ein gutes Grundverständnis rund um ETFs und möchtest dir jetzt auch endlich Anteile sichern.

In diesem Abschnitt zeige ich dir zunächst, wo du ETFs überhaupt kaufen kannst und wie du deine ersten Anteile erwirbst. Ebenso zeige ich dir, entsprechende Anteile zu verkaufen, falls du das möchtest.

Wo einen ETF kaufen?

Du hast verschiedene Möglichkeiten, ETF-Anteile zu erwerben. Ich stelle dir einmal alle vor, rate dir aber im Vorfeld von klassischen Banken ab, da diese oftmals hohe Gebühren verlangen. Aber auch die Alteingesessenen kommen allmählich auf den Trichter und stellen günstigere Möglichkeiten zur Verfügung.

Neo-Broker / Online-Broker

Online-Broker bieten eine benutzerfreundliche Plattform, um ETFs zu kaufen und zu verkaufen. Sie zeichnen sich durch niedrige Kosten und eine breite Auswahl an handelbaren ETFs aus. Ich selbst setze ebenfalls seit Jahren zufrieden auf Neo-Broker und nutze einen Dienstleister aus diesem Segment auch später für die Anleitung.


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Aktuell beliebt sind:

Meine Erfahrungen mit Trade Republic habe ich in einem gesonderten Beitrag geschildert und ich bin immer noch voll zufrieden. Die Entwicklung gefällt mir und der Dienst bringt immer weiter nützliche Features wie die Trade Republic-Karte heraus.

Traditionelle Banken

Traditionelle Banken bieten ebenfalls die Möglichkeit, ETFs zu kaufen. Allerdings sind die Gebühren oft höher als bei Online-Brokern. Einige Banken bieten spezielle Depots für den ETF-Handel an, die günstigere Konditionen bieten können.

Direktbanken

Direktbanken wie ING, DKB oder Consorsbank* bieten oft günstigere Konditionen als traditionelle Banken und eine benutzerfreundliche Online-Plattform für den Handel mit ETFs.

Neben Trade Republic nutze ich beispielsweise auch ING. Mit dem Service bin ich ebenfalls zufrieden, muss allerdings beim Besparen von einzelnen Aktien mit höheren Gebühren leben.

Robo-Advisor

Einen eigenen Robo-Advisor-Leitfaden habe ich bereits veröffentlicht, falls du dich diesbezüglich tiefergehend informieren möchtest. Hier die Kurzfassung: Robo-Advisors bieten automatisierte Anlageservices an, die auf deinen finanziellen Zielen und deiner Risikobereitschaft basieren. Sie stellen Portfolios zusammen, die häufig ETFs beinhalten.

Bekannte Robo-Advisors sind:

ETF-Sparplan einrichten

Anhand der Trade Republic-App* erkläre ich dir, wie du einen ETF-Sparplan einrichtest. Das Vorgehen ist dabei auf dem Desktop und in der App vom Grundsatz her identisch.

  1. Öffne die Trade Republic-App auf deinem Smartphone
  2. Nutze den “Suche”-Button um deinen gewünschten ETF zu suchen
  3. Wähle den entsprechenden ETF aus und drücke auf den Button “Sparplan”
  4. Gib deine gewünschte Sparrate ein, wähle die gewünschte Häufigkeit und den Ausführungszeitpunkt sowie die Zahlungsart (Lastschrift oder Guthaben) aus
  5. Bestätige deine Eingabe mit “Sparen”

Deine aktiven Sparpläne findest du unten unter “Portfolio” gesammelt oder durch ein kleines Symbol direkt bei den Wertpapieren. Auf diese Art kannst du auch Änderungen an deinen Sparplänen vornehmen.

ETF kaufen

Der Kauf von ETFs bei Trade Republic funktioniert analog zum Sparplan:

  1. Öffne die Trade Republic-App auf deinem Smartphone
  2. Nutze den “Suche”-Button um deinen gewünschten ETF zu suchen
  3. Wähle den entsprechenden ETF aus und drücke auf den Button “Kaufen”
  4. Wechsle unter “Betrag” (voreingestellt) den Ordertyp. Ich empfehle “Limit”, sodass du deinen ETF wirklich zu deinem Wunschkurs kaufst.
  5. Gib dann deinen Kurs ein, ab dem die Kauforder ausgeführt werden soll
  6. Anschließend noch die Anzahl der Anteile, die du kaufen möchtest
  7. Wähle aus, wie lange die Kauforder gültig sein soll
  8. Bestätige deine Eingaben mit “Erstellen”

ETF verkaufen

Auch der Verkauf läuft ähnlich ab:

  1. Öffne die Trade Republic-App auf deinem Smartphone
  2. Wähle den zu verkaufenden ETF aus deinem Portfolio aus
  3. Drücke unten auf den Button “Handeln” und anschließend auf “Verkaufen”
  4. Entweder wählst du einen Prozentsatz deiner Position aus oder arbeitest erneut mit einem Ordertyp
  5. Deine Eingaben bestätigst du und schon können deine Anteile verkauft werden

ETF: Vorteile & Nachteile

ETFs bieten eine Vielzahl von Vorteilen, haben jedoch auch einige Nachteile, die du berücksichtigen solltest. In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von ETFs zusammengefasst:

VorteileNachteile
Diversifikation: ETFs ermöglichen es dir, mit einer einzigen Investition in eine breite Palette von Vermögenswerten zu investieren, wodurch das Risiko gestreut wird.Marktrisiko: ETFs sind dem allgemeinen Marktrisiko ausgesetzt. Wenn der Markt fällt, wird auch der Wert des ETFs sinken.
Kosteneffizienz: ETFs haben in der Regel niedrigere Verwaltungsgebühren als aktiv verwaltete Fonds, da sie passiv verwaltet werden.Tracking Error: Einige ETFs weichen in ihrer Performance leicht von ihrem zugrunde liegenden Index ab, was zu einem Tracking Error führen kann.
Liquidität: ETFs können während der Handelszeiten an der Börse gekauft und verkauft werden, was eine hohe Flexibilität bietet.Handelsgebühren: Beim Kauf und Verkauf von ETFs fallen ggf. Transaktionskosten an, die deine Rendite mindern können.
Transparenz: ETFs veröffentlichen täglich ihre Bestände, sodass du genau weißt, in welche Vermögenswerte du investiert bist.Dividendenausschüttung: Dividenden von ETFs können steuerpflichtig sein und deine Rendite schmälern.
Steuerliche Effizienz: ETFs sind oft steuerlich effizienter als traditionelle Investmentfonds, da sie in der Regel weniger steuerpflichtige Ereignisse auslösen.Geringe Kontrolle: Du hast keine Kontrolle über die individuellen Wertpapiere, in die der ETF investiert.
Vielfalt an Anlagestrategien: Es gibt eine Vielzahl von ETFs, die verschiedene Anlagestrategien, Sektoren und Regionen abdecken.Komplexität bei der Auswahl: Die große Anzahl an verfügbaren ETFs kann die Auswahl erschweren und eine gründliche Recherche erfordern.
Einige Vor- & Nachteile von ETFs im Überblick

Objektiv betrachtet wiegen die Nachteile nicht allzu schwer und lassen sich in den meisten Fällen auf ein Minimum reduzieren. Die Vorteile, vor allem in Hinblick auf den Vermögensaubau und die Altersvorsorge, überwiegen deutlich.

Meine Erfahrungen mit ETFs

Ich investieren bereits seit mehreren Jahren in Exchange Traded Funds und bin mit der Entwicklung mehr als zufrieden. Jeden Monat gehen regelmäßige Sparpläne ab und fließen in verschiedene ETFs. Den Kern bildet bei mir der MSCI World und eine Beimischung der Emerging Markets. Darüber hinaus setze ich auf einen Dividenden-ETF und einen Technologie-ETF, wobei sich vor allem letzterer hervorragend entwickelt und die Entwicklung des MSCI Worlds deutlich schlägt (+ 18 % vs. + 41 %).

Das Thema Investieren ist aber stark persönlich und jeder soll sich mit seinem Investment wohl fühlen. Wohl das einfachste und nachhaltigste ist ein stures Besparen von einer der weltweit gestreuten Fonds.

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Wann einen ETF am besten kaufen?

Den besten Zeitpunkt für den Kauf eines ETFs gibt es nicht, da es schwer ist, den Markt zu timen. Eine regelmäßige Investition, wie z.B. über einen Sparplan, kann helfen, Durchschnittskosten zu erzielen und Marktschwankungen auszugleichen.

ETF kaufen oder Sparplan?

Ein ETF-Sparplan ist ideal für regelmäßiges Investieren kleinerer Beträge, während der direkte Kauf von ETFs sinnvoll ist, wenn du eine größere Summe auf einmal anlegen möchtest.

Wohin fließt das Geld bei einem ETF?

Dein Geld wird in die im ETF enthaltenen Wertpapiere investiert, entsprechend dem zugrunde liegenden Index, den der ETF nachbildet.

Wer haftet bei einem ETF?

Die Haftung bei ETFs liegt beim Emittenten des Fonds und dessen Managementgesellschaft. Deine Investition selbst ist durch das Sondervermögen des Fonds geschützt.

Wie lange einen ETF halten?

ETFs sind für langfristige Anlagen konzipiert, typischerweise solltest du sie mindestens 5 bis 10 Jahre halten, um von Marktgewinnen zu profitieren.

Warum einen ETF Sparplan einrichten?

Ein ETF-Sparplan ermöglicht es dir, regelmäßig kleine Beträge zu investieren, was den Vorteil der Durchschnittskostenbildung nutzt und dir hilft, diszipliniert zu sparen.

Wie einen ETF in der Steuererklärung angeben?

Erträge aus ETFs, wie Dividenden und realisierte Kursgewinne, müssen in der Steuererklärung angegeben werden. In Deutschland erfolgt dies über die Anlage KAP.

ETF vs. Aktien

ETFs bieten Diversifikation und geringere Kosten als der Kauf einzelner Aktien, während direkte Aktieninvestitionen dir die Möglichkeit geben, gezielt in einzelne Unternehmen zu investieren.

ETF oder Riester?

Ein ETF bietet Flexibilität und potenziell höhere Renditen, während Riester-Rentenprodukte staatliche Förderungen und eine garantierte Rente im Alter bieten.

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