Erfahrungen mit Content.de (als Texter) + Guide

Erfahrungen mit Content.de (als Texter) + Guide

Wer gerne als Texter online Geld verdienen möchte, kann heutzutage auf eine Vielzahl an Möglichkeiten zurückgreifen. Die logischsten sind wohl einen eigenen Blog zu betrieben, sich einen Blog zum Mitschreiben zu suchen oder aber sich auf eine Plattform für Texter und Autoren anzumelden. Zu letzterem zählt auch Content.de, die ich persönlich auch über einen längeren Zeitraum genutzt habe – und zwar auf Seiten des Autors, als auch auf Seiten des Auftraggebers. In diesem Guide möchte ich dir von meinen Erfahrungen als Texter mit Content.de berichten, was du als Einsteiger beachten solltest und wie du das Maximum aus der Plattform herausholen kannst. 

Was ist Content.de?

Content.de beschreibt sich selbst als „Marktplatz für suchmaschinenoptimierten Unique Content im Internet“ und wird von der content.de AG mit Sitz in Herford betrieben. Ihr Geschäftsfeld konzentriert sich auf die professionelle Erstellung und Verwaltung von suchmaschinenoptimierten Inhalten. Dazu zählen u.a.:

  • SEO-Texte (News, Ratgeber, …)
  • Produktbeschreibungen
  • Landingpages
  • eBooks

Dieser Tätigkeit geht das deutsche Unternehmen bereits seit 2010 nach und zählt aktuell 15 Mitarbeiter bei mehr als 6.500 Autoren. 

Zusammengefasst bringt das Dienstleistungsunternehmen also Auftraggeber, die ihre Aufträge auf Content.de einstellen und die Autoren, die die Aufträge bearbeiten, zusammen. 

Als prominente Referenzen nennt der Marktplatz Namen wie Viessmann, fahrrad.de, Flaconi, Otto, Check24 und viele mehr. 

Einstufung bei Content.de – Der Eignungstest & Mustertext

Eine Anmeldung auf der Plattform ist nicht ohne Weiteres möglich. Zunächst musst du einen fünf Fragen umfassenden Einstiegstest bestehen. Für die Beantwortung jeder Frage stehen nur einige Sekunden zur Verfügung, damit du nicht nebenher nach der Lösung googlen kannst. Vier der fünf Fragen müssen korrekt beantwortet werden, um den Test zu bestehen. Damit möchte Content direkt zu Beginn eine gewisse Mindestqualität in Sachen Grammatik und Rechtschreibung prüfen. Weiter möchte der Anbieter einen Mustertext von dir sehen, anhand dessen du später eingestuft wirst. Folgende Einstufungen werden dabei vorgenommen:

  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 4 Sterne +
  • 4 Sterne ++ 
  • 5 Sterne

Je höher deine Einstufung ist, desto mehr Geld bekommst du pro Wort ausgezahlt. Doch dazu später mehr 😊 

Bei deinem Mustertext solltest du dir, so wie bei deinen späteren Aufträgen auch, Mühe geben und einen ansprechenden Text formulieren. Denn auch bei diesem Eignungstest zählt der erste Eindruck und ebnet den Weg für deinen weiteren Autorenverlauf bei der Plattform. Für den Text bekommst du einige (nicht allzu eng gefasste) Vorgaben seitens Content.de, die du dann in ein frei wählbares Thema umsetzen musst. 

Hast du den Text eingereicht, heißt es abwarten. Nach einiger Zeit bekommst du deine entsprechende Einstufung und ein kleines Willkommenspaket nach Hause geschickt. Das Geld verdienen als Autor kann damit beginnen!

Welchen Verdienst kann ich erwarten?

Du hast also den Eignungstest hinter dich gebracht und kannst endlich mit dem Texten beginnen. Eine wichtige Frage, die du dir sicherlich von Anfang an stellst: „Wie sieht es eigentlich mit der Bezahlung aus? Welchen Verdienst kann ich bei Content.de realistisch betrachtet erwarten?“

Wie es leider allzu oft im Leben ist, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Ich möchte dir aber einige Eckdaten nennen, die dir ein besseres Verständnis für deinen möglichen Verdienst liefern. 

Beim ersten Login wirst du womöglich ein wenig von der Auswahl erschlagen, doch grundsätzlich gibt es drei verschiedene Auftragstypen.

Open Order

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um „offene Aufträge“. Hier gilt das Prinzip „first come, first served“. Anbieter geben ihre Aufträge für alle frei. Wer zuerst zuschlägt, darf den Text auch zuerst bearbeiten. Doch Vorsicht: Das Reservieren von unzähligen Aufträgen ist nicht möglich. Es kann immer nur eine bestimmte Anzahl an Aufträgen zeitgleich bearbeitet werden. Diese Zahl erhöht sich nach 30 verfassten Texten (ohne unbegründete Annullierung) von anfangs zwei auf maximal fünf.

Der Verdienst hierbei hängt von deiner anfänglichen Einstufung ab. Ich kann beispielsweise mit einer Einordnung von 4 Sternen die Aufträge dieser und der der darunter liegenden Einstufung annehmen. Für einen 550-650 Wörter langen Text könnte ich bei meiner Einstufung bis zu 8,45 Euro verdienen

Jetzt hängt es natürlich von deinen persönlichen Fähigkeiten ab, wie schnell du zu dem gewünschten Thema einen Text verfassen kannst. Nehmen wir das oben genannte Beispiel und du schreibst die 650 Wörter (oder mehr, aber dafür gibt es dann kein zusätzliches Geld) und bekommst 8,45. Für einen „okayen“ Stundenlohn solltest du zwei solcher Texte innerhalb einer Stunde verfassen können. Gar nicht so einfach, wenn du kein schneller Tipper bist und dich nicht mit dem Thema auskennst. Allerdings auch kein Ding der Unmöglichkeit. Nach ein wenig Einarbeitung findest du hier deinen richtigen Rhythmus. Ein paar Tipps zum Einstieg verrate ich dir weiter unten im Artikel.

Direct Order

Du hast die ersten Aufträge hinter dich gebracht und die ersten positiven Bewertungen flattern ins Haus. Womöglich hast du bereits den ein oder anderen Auftraggeber so von dir überzeugt, dass er eine Direct Order an dich stellt. Somit möchte er explizit, dass du einen bestimmten Text für ihn anfertigst. Und darüber solltest du dich. Nicht nur wird deine Arbeit entsprechend gewürdigt, sondern du kannst den Preis pro Wort selbst festlegen. 

Diesen Preis hinterlegst du in deinem Profil, ist also für den Auftraggeber bereits vor der Direct Order einsehbar. Hier sind weitaus bessere Bezahlungen möglich als bei den Open Orders. Wirf doch mal einen Blick auf vergleichbare Autoren und welchen Wortpreis diese erheben. Bei meiner Recherche habe ich nicht selten gesehen, dass Autoren mit einem selbst festgelegten Preis mindestens das Doppelte im Vergleich zu einer Open Order verdienen. 

Group Order

Bei den Group Order handelt es sich um eine Mischung aus Open Order und Direct Order. Auftraggeber können Autoren zu einer Gruppe hinzufügen und Textaufträge nur dieser bestimmten Autoren-Gruppe zukommen lassen. Heißt natürlich mehr potentielle Aufträge für dich, jedoch gilt auch hier wieder das Prinzip „first come, first served“. Immerhin ist die Vergütung höher als bei den üblichen Open Order. 

Meine Erfahrungen mit Content.de als Autor / Texter

Auch ich habe den gesamten Anmeldeprozess durchlebt und war einige Monate recht aktiv auf der Plattform. Wie sehen meine Erfahrungen rückblickend mit Content.de aus und kann ich es weiterempfehlen?

Mit meiner anfänglichen Einstufung bin ich einverstanden. Natürlich hätte sie noch besser sein, können, aber eben auch schlechter. Das Willkommenspaket, welches neuen Autoren anfangs zugeschickt wird, war eine nette Begrüßung und verlieh einem einen kleinen Motivationsschub, um direkt mit den ersten Texten loszulegen. 

Persönlich habe ich mich vor allem auf Open Orders konzentriert und dort auf ca. 400-600 Wörter lange Aufträge mit inhaltlich für mich interessante Themen. Mir selbst liegt diese Länge und so konnte ich ohne Probleme innerhalb einer Stunde meine gewünschte Anzahl an Texten abarbeiten. Wirkliche Probleme mit Auftraggebern hatte ich nie und schaue ich mir meine Bewertungen an, so galt dies für beide Seiten. 

Eine Auszahlung ist ab 10 Euro möglich und wird auf das angegebene Konto getätigt. Diesen Betrag haben Autoren wirklich schnell zusammen und sind so recht flexibel was den Verdienst angeht.

Für mich war Content.de jedoch nie die Hauptverdienstquelle und eher eine gute Möglichkeit, um bei Bedarf ohne große Probleme noch flexibel ein kleines Taschengeld hinzuzuverdienen. Gerade als Student zur Weihnachtszeit konnte ich den ein oder anderen Extraeuro gut gebrauchen. 

5 Tipps zum Start bei Content.de

Mit Open Orders eine Basis aufbauen

Natürlich zählt in erster Linie „Qualität statt Quantität“, doch wirst du nur als Autor entdeckt, wenn du auch ein gewisses Fundament an Aufträgen abgearbeitet hast. Zusätzlich darfst du im Laufe deiner Content-Karriere mehr Aufträge gleichzeitig annehmen, was dir wiederum zu mehr Einnahmen verhilft. Wenn dann noch die Direct Order hinzukommen, freut sich dein Geldbeutel 😉 

Passende Themengebiete 

Bereits oben hatte ich das Thema Zeit / Geld-Verhältnis angesprochen. Ich rate dir deshalb, dass du dich auf Aufträge konzentrierst, die deinen persönlichen Interessen entsprechen oder bei denen du dir sicher bist, dass du die Thematik schnell recherchieren kannst. So tippen sich die Aufträge fast von allein. 

Finde deine Länge

Verhält sich ähnlich wie die zuvor genannten Themengebiete. Finde im Laufe der Zeit die für dich passende Länge. Schreibst du gerne kürze Texte und kannst davon viele innerhalb kürzester Zeit fertigstellen? Dann konzentriere dich darauf. Du brauchst für doppelte so lange Texte nur unweigerlich länger? Dann nimm eher diese. Für mich persönlich war es immer etwas schwierig auf Abruf 1.000 Wörter oder mehr abzutippen. Da bin ich bei kürzeren Texten in Hinblick auf Zeit / Geld deutlich besser gefahren. 

Halte dich an die Vorgaben

Als Auftraggeber (jup, ich kenne beide Seiten) habe ich das leider viel zu oft erlebt: Viele Autoren lesen sich das Briefing nicht richtig durch. Die Folge? Revisionen, die dich Zeit kosten und einen Auftrag nachher nicht rentabel machen. Zusätzlich sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Auftraggeber dir eine positive Bewertung hinterlässt. Lieber anfangs etwas genauer lesen und dafür hinterher Zeit bei der Korrektur sparen. 

Durchhaltevermögen

Vielleicht wirst du nicht jeden Tag einen passenden Auftrag finden, doch ist auch hier dein Durchhaltvermögen unglaublich wichtig. Denn nur mit einer gewissen Regelmäßigkeit kannst du dir eine solide Reputation aufbauen – und die braucht ihre Zeit. Erwarte also nicht gleich nach deinem ersten Auftrag einen gewinnbringende Direct Order, sondern erarbeite dir einen guten Ruf. 

Fazit

Content.de ist eine seriöse Plattform für Autoren, die gerne online flexibel Geld verdienen wollen. Das System ist gut aufgebaut und bietet einem selbst eine faire Chance auf einen guten Nebenverdienst. Wenn du fleißig schreibst und an der Qualität arbeitest, sind höhere Verdienstmöglichkeiten durchaus realistisch. Mit der anfänglichen Einstufung bist du also nicht das gesamte Autorenleben auf Content.de gebrandmarkt.

Als einziges Standbein sollte Content nicht betrachtet werden, sondern eher als eine weitere Säule verschiedener Einkommensströme. 

Hilfe zu Content:

Wie nehme ich Aufträge an?

Unter „Aufträge“ kannst du sämtliche Open Order einsehen. Wähle hier die gewünschte Kategorie in der Einstufung aus. Mit einem Klick auf die hier genannten Textaufträge gelangst du zum Briefing. Bist du mit diesem einverstanden, kannst du den Auftrag mit „Auftrag annehmen“ oder „Auftrag annehmen und weiteren Text suchen“ annehmen.

Wie gebe ich texte / Aufträge ab?

Auf der Startseite werden alle Texte, die von dir in Bearbeitung sind, angezeigt. Mit einem Klick auf den jeweiligen Auftrag kann dieser annulliert werden. Sei dir jedoch bewusst, dass dies in deiner Statistik auftaucht. Zu viele annullierte Textaufträge schrecken potentielle Auftraggeber bei Direct Order eher ab.

Wie lasse ich mich ausbezahlen?

Im oberen Menü unter „Verwaltung“ „Auszahlungsanforderung“ auswählen. Dort steht der verfügbare Betrag für eine Auszahlung. Die Auszahlungsgrenze liegt bei 10 Euro. 

Etwas weiter unten kannst du zudem die Auszahlungshistorie einsehen und die Belge als PDF oder CSV downloaden. 

Wie lösche ich mein Konto?

Um deinen Account bei Content.de zu löschen, musst du eine Mail (info2021@content.de) oder Brief / Fax an den Anbieter direkt senden. Beachte dabei die Kündigungsfrist von 14 Tagen. 

Muss ich Einnahmen von Content.de versteuern?

Da ich kein Steuerberater bin, möchte ich diesbezüglich auch keine festen Aussagen treffen. Wende dich am besten an einen Steuerberater oder an das zuständige Finanzamt. 

Allgemein kann jedoch festgehalten werden, dass du mit deiner Arbeit eine Gewinnerzielungsbasicht verfolgst und damit deine Vergütung ggf. einkommenssteuerpflichtig ist. 

Test nicht bestanden – Wie den Test wiederholen? 

Hast du den anfänglichen Eignungstest bei Content.de nicht bestanden, so kannst du diesen nicht wiederholen.

Konzentriere ich daher und mache den Test nicht zwischen Tür und Angel. Schließlich geht es hier um einen netten Nebenverdienst. 

Du hast weitere Fragen zu Content.de? Schreibe diese gerne in die Kommentare 😊 

2 Gedanken zu “Erfahrungen mit Content.de (als Texter) + Guide

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